30.Okt2020
Zum Wintersemester 2020/2021 führt das Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim ein neues Mehrwegpfandsystem für Heißgetränkebecher ein.

In den Cafeterien des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim wurden im vergangenen Jahr rund 740.000 Heißgetränke verkauft – viele davon „to-go“ in Einwegbechern mit Plastikdeckeln. Diese Becher sind laut der Deutschen Umwelthilfe nicht nur bedenklich für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit der Verbraucher*innen, da mit dem Getränk gesundheitsschädigende Chemikalien aufgenommen werden können. Viele von ihnen verschmutzen zudem den Campus und die Wohnanlagen der Studierenden. Damit soll jetzt Schluss sein. Um den Verbrauch der To-go-Becher einzudämmen, führt das Studierendenwerk mit Beginn des Wintersemesters 2020/2021 testweise ein nachhaltiges Mehrwegpfandsystem ein.

„Schon seit einigen Jahren registrieren wir ein zunehmendes Umweltbewusstsein bei unseren Studierenden“ erklärt Oliver Schill, Geschäftsführer des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim. „Durch das Angebot wiederverwendbarer Getränkebecher wollen wir diesem Bedürfnis stärker gerecht werden und das Müllaufkommen auf dem Campus sowie in unseren Wohnheimen reduzieren“.

So funktioniert das System:

Der LogiCUP wird gegen eine Pfandgebühr in Höhe von 1 € ausgegeben. Die Rückgabe der Mehrwegbecher erfolgt an Rücknahmeautomaten, ähnlich wie bei Pfandflaschen mittels eines Barcodes. Der besondere Clou des Systems: Die Becher bestehen aus PP – einem zu 100% recyclebaren Kunststoffmaterial, das hunderte Spülgänge schadlos übersteht. Sie sind damit nicht nur deutlich leichter, sondern auch bruchstabiler als viele herkömmliche Getränkebecher aus Porzellan.

Der Start des LogiCUP-Pfandsystems für Mehrwegbecher erfolgt zunächst am Standort Albstadt sowie in Tübingen auf dem Sand. 2021 sollen dann weitere Automatenstationen und Cafeterien im Hochschulraum des Studierendenwerks folgen.