03.Feb2016
Das Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim hat am 28. Oktober die Ausstellung „Kleine Gefäße“ des Künstlers Moritz Stotzka in der Cafeteria Clubhaus mit einer Vernissage eröffnet.
Update

Die Ausstellung wird bis zum 29. April 2016 verlängert.

Tübingen. Einmal im Semester zeigt das Studierendenwerk in Kooperation mit dem Zeicheninstitut der Uni Tübingen die Arbeiten besonders kunstbegabter Studierender. Am Mittwoch, 28. Oktober 2015 war es wieder so weit. Eine Vernissage bildete den Auftakt zur neuen Ausstellung „Kleine Gefäße“ des Künstlers Moritz Stotzka, die das Wintersemester über im Clubhaus zu sehen ist. „Es ist schon nett, zu Besuch nach Tübingen zu kommen“, sagt Stotzka, der in den letzten Zügen seines Studiums der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe steckt. Ohne das Zeicheninstitut der Uni Tübingen hätte sich Moritz Stotzka vielleicht nie für das Kunststudium entschieden. Parallel zu seinem Bachelorstudium der Allgemeinen Rhetorik und Philosophie besuchte er dort viermal in der Woche Kurse. Dadurch habe er am Ende genug Arbeiten gehabt, um sich mit seiner Mappe für die Kunsthochschule zu bewerben. Dass das Zeicheninstitut eine Talentschmiede ist, kann dessen Leiter Frido Hohberger nur bestätigen. Pro Semester, so schätzt er, wären es ungefähr drei Studierende, die auf eine Kunstakademie wechselten.

Erstmals Tanzperformance zur Vernissage

Erstmals war die Clubhaus-Vernissage dieses Jahr von einer Tanzperformance begleitet. Die beiden Freiburger Tänzerinnen, Sarah Herr und Meret Rufener untermalten mit ihren akrobatischen Bewegungen, geprägt von einem sich ständigen Auflösen und wieder Verbinden, die Strichzeichnungen von Moritz Stotzka. „Die Gefäße in den Strichzeichnungen von Moritz Stotzka sind manchmal halbvoll barock, manchmal halbleer existenziell. Sie fordern uns zur Teilnahme am Spiel auf“, sagte Thomas Nolden, der Ölmalerei am Zeicheninstitut unterrichtet, in seiner Eröffnungsansprache. Neben den kleinen Gefäßen sind auch weitere Werke von Stotzka ausgestellt. In jene früheren Arbeiten seien, so der Künstler, viele Ideen und Prinzipien eingeflossen, die auch in den Strichzeichnungen vorhanden sind.

Ausstellen im Clubhaus: Für Nachwuchskünstler eine wichtige Chance

Die Cafeteria im Clubhaus hat Kultstatus unter den Studierenden. Sie ist es ein beliebter Treffpunkt für Studierende zum Lernen und Pausieren. Als Ausstellungsraum leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung junger Kunsttalente. Tatsächlich sei in Tübingen der Ausstellungsraum für Nachwuchskünstler kaum vorhanden, bedauert Hohberger. Dass diese im Clubhaus ihre Arbeiten präsentieren können, sei also eine wichtige Chance. So lernten die Künstler, eine Auswahl ihrer Werke zu treffen. „Ich habe selbst in jungen Jahren einmal im Clubhaus ausgestellt“, erzählt er.

Die Ausstellung „Kleine Gefäße“ ist im Clubhaus vom 28. Oktober 2015 bis 29. Januar 2016 montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Text: Leonie Rörich
Fotos: Simon Leimig